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Saudi Aramco – Die Quellen des Wohlstands

Nichts geht ohne Öl. Jahrelang war es der Treibstoff des weltweiten Wachstums und ist es bis heute. Erst nach und nach zeichnet sich eine Umorientierung zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien ab. Und die Umstellung der Infrastrukturen wird noch Jahrzehnte brauchen.

Saudi Aramco ist die größte Erdölfördergesellschaft und gehört somit zu den wichtigsten Rohstofflieferanten der industrialisierten Welt. Als staatliches Unternehmen und somit als ein Schwergewicht innerhalb der OPEC, der Organisation Erdölexportierender Staaten, hat diese Gesellschaft einen erheblichen Einfluß auf die globale Versorgung und die geförderten Ölmengen.

Der Name „Aramco“ ist als Abkürzung der ursprünglichen Firmenbezeichnung „Arabian-American Oil Company“ entstanden. Gegründet wurde das Unternehmen 1944 und befand sich rund dreißig Jahre im Besitz vier großer amerikanischer Ölkonzerne. Nach der Verstaatlichung in den Siebziger Jahren, ergänzte man den Firmennamen zu „Saudi Aramco“. Nach Meinung von Brancheninsidern, hat sich Saudi Aramco seit der Verstaatlichung zu einer der fortschrittlichsten Ölfirmen weiterentwickelt. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Dhahran.

Die jährliche Fördermenge liegt über 500 Millionen Tonnen. Fachleute schätzen die noch vorhandenen Erdölreserven Saudi-Arabiens auf dreißig bis vierzig Milliarden Tonnen. Mit diesen Vorräten und einem jährlichen Umsatz von etwa 250 Milliarden US-Dollar, gilt Saudi Aramco rechnerisch als wertvollstes Unternehmen der Welt.  Bei einer Untersuchung, die die Financial Times gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft McKinsey 2006 veröffentlichte, wurde ein Marktwert von 781 Milliarden US-Dollar genannt. Auf diese Zahl kam man, indem ein fiktiver Börsengang angenommen wurde, um so zu errechnen, welche Kapitalmenge sich bei einem IPO an den internationalen Börsen erlösen ließe.

Wesentliche Ölmengen befinden sich im Bereich des Ghawar-Ölfeldes, das als größtes Ölvorkommen der Erde gilt. Umstritten ist unter Experten, ob die maximale Fördermenge, „Peak-Oil“ genannt, bereits überschritten ist oder noch bevorsteht. Von diesem Zeitpunkt an, ist mit einem Rückgang der Förderkapazität zu rechnen.

Die Geschichte des Unternehmens ist gut dokumentiert, da schon 1949 ein regelmäßiger Newsletter namens „Aramco World“ ins Leben gerufen wurde, um den gegenseitigen Nachrichtenfluß zwischen den amerikanischen Geschäftsstellen und den Ölquellen im Osten der arabischen Halbinsel sicherzustellen. Saudi Aramco World erscheint bis heute, frühere Print-Ausgaben sind archiviert worden.

Als Zehntausende von Amerikanern im Zuge der Ölförderung nach Saudi-Arabien kamen, wurde aus dem Firmen-Newsletter bald ein bedeutendes Magazin, das den Neulingen zahlreiche historische und kulturelle Informationen vermittelte, um sich in der fremden Umgebung besser zurechtzufinden. Seit den Sechziger Jahren ist das Magazin zu einer interkulturellen Informationsplattform ausgebaut worden, die Brücken zwischen  islamischen und westlichen Themen und Kulturen schlägt. Eine reichhaltige Informationsquelle für alle möglichen Themen rund um Saudi-Arabien.

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