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Reisen nach Saudi-Arabien – Sorgfältige Vorbereitung vermeidet Pannen

Touristische Aufenthalte in Saudi-Arabien sind eher selten. Häufiger sind hingegen

Reisen aus geschäftlichem Anlaß. Touristenvisa werden nur in sehr geringer Anzahl erteilt. Frauen unter 40 Jahren dürfen nur in Begleitung eines nahen männlichen Verwandten (z.B. Bruder oder Ehemann) einreisen.

Deutsche brauchen für die Einreise nach Saudi-Arabien ein Visum. Dafür muss der Reisepass noch mindestens sechs Monate gültig sein. Außerdem ist die Vorlage einer schriftlichen Einladung nach Saudi-Arabien erforderlich.

Die staatliche Investitionsförderungsgesellschaft „Saudi Arabian General Investment Authority“, kurz SAGIA, kann bei geschäftlichem Interesse von saudischer Seite bei der Visumerteilung unterstützen.

Wer aus geschäftlichen Gründen wiederholt nach Saudi-Arabien reisen muss oder länger dort bleibt, beispielsweise zur Durchführung eines längerfristig angelegten Großprojektes, kann dafür ein Jahresvisum beziehungsweise ein Langzeit-Arbeitsvisum erhalten.

Für Pilger gelten besondere Visa, bei denen auf den Nachweis einer Einladung aus Saudi-Arabien verzichtet werden kann. Sie sind auf die Pilgerzeit begrenzt und beschränken den Aufenthalt auf die heiligen Städte Mekka und Medina. Für die Pilgerreise können aus Sicherheitsgründen besondere Impfungen verlangt werden.

Riad und Dschidda werden von vielen internationalen Fluglinien regelmäßig angeflogen. Die staatliche Fluggesellschaft Saudi Arabian Airlines hat ein sehr hohes Sicherheits- und Qualitätsniveau, Inlandsflüge sind besonders günstig, da keine Steuern anfallen und das Kerosin sehr billg ist. In öffentlichen Bahnen und Bussen sind besondere Abteile für Frauen und Kinder eingerichtet. Benzin und Diesel sind durch den Wegfall von Steuern besonders günstig. Frauen ist das Führen eines Autos nicht gestattet.

Die Einfuhr von Alkohol, Drogen, Waffen, pornografischem Material sowie Schweinefleisch ist untersagt. Drogen- und Alkoholbesitz, Prostitution und homosexuelle Handlungen sind strafbar. Vor dem Fotografieren sollte um Erlaubnis gefragt werden; heilige Stätten, insbesondere Moscheen, dürfen auf keinen Fall fotografiert werden.

Alle großen Hotelketten der gehobenen Preisklasse sind in den Großstädten vertreten. Da fast nur Geschäftsreisende nach Saudi-Arabien kommen, gibt es weder einfache Pensionen, noch Unterkünfte für Rucksack-Touristen.

Die Währung Saudi-Arabiens ist der Saudi Riyal. Der Riyal teilt sich in in 100 Halalah. Mit einem Wechselkursrechner können Beträge direkt vom Euro in den Riyal und umgekehrt umgerechnet werden. Devisen, Edelmetalle und Edelsteine dürfen nur bis zu einer Höhe von 60.000 Riyal ein- oder ausgeführt werden.

Es wird empfohlen, kein Leitungswasser, sondern nur abgefülltes Wasser mit Kohlensäure zu trinken. Die hygienische Aufbewahrung der Lebensmittel ist besonders wichtig, da Fliegen in Saudi-Arabien Krankheitserreger auf Speisen übertragen. Auch in Oasen kann das Süßwasser mit Keimen belastet sein.

Die medizinische Versorgung ist in den Großstädten Riad, Dschidda und Mekka tadellos. Außerhalb dieser Ballungszentren ist die Versorgung nicht überall auf gleich hohem Niveau gewährleistet. Während Dschidda, Mekka und Medina als malariafrei gelten, wird für einige Landesteile eine Malaria-Vorbeugung empfohlen. Ferner ist eine schützende Bekleidung und die Verwendung von Moskitonetzen zu empfehlen. Die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin informiert über alle Fragen im Zusammenhang mit Tropenkrankheiten und über geeignete Vorbeugemaßnahmen.

Eine Zustellung von Post- oder Paketsendungen an den Wohn- oder Firmensitz ist in Saudi-Arabien nicht üblich. Um Sendungen zu erhalten, muss beim nächstgelegenen Postamt ein Postfach eingerichtet werden.

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