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Kitesurfing in der Half Moon Bay

Kiten, das Surfen am Lenkdrachen, gehört für eingefleischte Fans zum unverzichtbaren Lebensstil. Wo immer sie sind, suchen sie nach einem geeigneten Gewässer. Wann immer der Wind weht, kann man sie kaum noch an Land halten. Wo surft es sich in Saudi-Arabien am besten? Profis empfehlen als Kitesurf Location die „Half Moon Bay Kite Beach“. Diese Bucht liegt an der Ostküste, am Arabischen Golf, einige Kilometer südlich der Hafenstadt Dammam. Etwa auf der Höhe, in der das kleine Insel-Königreich Bahrain vor der saudischen Küste liegt.

 

Das Seegebiet ist hier recht gut geschützt, nicht nur durch das im Osten vorgelagerte Bahrain, sondern auch durch Qatar, das das Gewässer nach Süden hin abschirmt. Ein kilometerlanger Sandstrand, der fast nahtlos in die Wüste übergeht, vermittelt das Gefühl unendlicher Weite. Stellenweise ist ein leichter Bewuchs mit Strandgräsern vorhanden. Die Gegend ist nur mit dem Auto zu erreichen. Der Strand kann mit Fahrzeugen befahren werden. Wie überall, sind die Kiter auch hier untereinander sehr hilfsbereit.

 

Durch Sandbänke im Osten wird das Areal zusätzlich vor dem offenen Meer geschützt, so dass Wellen selten höher als einen Meter werden. Das Wasser ist flach und kristallklar. Es ist weitgehend unabhängig von der Tide. Bei Ebbe tauchen einige der Sandbänke auf. Lediglich auf Felsen und Muscheln muss stellenweise geachtet werden. Vorsicht ist allerdings bei den „Shamals“ geboten, lokalen Stürmen, die einen, aber auch mehrere Tage anhalten können. Sie gefährden nicht nur Wassersportler, sondern können, mit enormen Sand- und Staubmengen, vor allem an Land lästig oder sogar gefährlich werden.

 

Das seichte Wasser ist sehr salzhaltig. Der Küstenabschnitt gilt als sehr sicher. Damit eignet sich das Revier nicht nur für Profis, sondern auch für Anfänger und Fortgeschrittene. Bei vorherrschenden Nord-, Nordwest- und Nordostwinden muss keiner fürchten, auf das offene Meer hinausgetrieben zu werden. Denn die Bucht ist im Westen, Süden und Osten umschlossen und öffnet sich nur nach Norden. Während der lokalen Ferien kann es vereinzelte Beach Camper geben, die sich allerdings, angesichts des nahezu unbegrenzten Platzes, weiträumig verteilen.

 

Man trifft sowohl auf saudische Kiter, als auch auf Gäste aus dem Ausland. Stellenweise ist am Strand Müll von Tages- und Feriencampern liegen geblieben. Es wird befürchtet, dass die Behörden das bislang unberührte, freie Areal im Zuge lokaler Entwicklungsprojekte eines Tages neu umgestalten könnten.

 

Die Lufttemperatur beträgt auch im Winter noch um die 20 Grad Celsius, im Sommer sind Temperaturen um 45 Grad und mehr zu erwarten. Die heißeste Zeit liegt zwischen Juli und September. Die Wassertemperatur liegt auch im Winter noch bei rund 20 Grad.  Die beste Zeit zum Kitesurfen ist zwischen März und September. Platz gibt es reichlich, man kommt einander nicht in die Quere.

 

Ein echtes Nachtleben im Sinne einer touristischen Erschließung existiert zwar nicht in unmittelbarer Nähe. Wer etwas erleben möchte, kann jedoch mit dem Auto über die große Brücke ins Königreich Bahrain hinüberfahren, wo, besonders in der Hauptstadt Manama, ein reichhaltiges Freizeitangebot auch westlichen Ansprüchen gerecht wird.

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