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Dschidda – Hafenstadt am Roten Meer

Dschidda ist Saudi-Arabiens bedeutendster Hafen an der Küste des Roten Meeres. Dschidda liegt in der Provinz Mekka, etwa 70 Kilometer nordwestlich der berühmten Pilgerstadt Mekka. Durch diese Lage ist die Stadt das wichtigste Einfallstor für die Pilger, die Jahr für Jahr zu Tausenden von Afrika per Schiff das Rote Meer überqueren.

Die Stadt gliedert sich in fünf Bezirke und ist, ganz im Gegensatz zu den heiligen Orten Mekka und Medina, offen für Besucher aller Religionen und Kulturen. Dschidda hat weit über drei Millionen Einwohner. Deren Mischung darf als multikulturell bezeichnet werden, denn neben den Einheimischen leben hier viele legale Zuwanderer aus Afrika, Ägypten, Indien, Indonesien, der Türkei, Jordanien, dem Jemen, dem Sudan, dem Iran, den Philippinen und Pakistan. In den vergangenen Jahren ist die Bevölkerungszahl erheblich gewachsen. Entsprechend intensiv ist die Bautätigkeit. Viele der Einwohner haben Jobs im Umfeld der Ölindustrie.

Historisch betrachtet gibt es ein altes und ein neues Dschidda. Der alte Teil, dessen Gründung bis in die vierziger Jahre des Siebten Jahrhunderts zurückverfolgt werden kann, liegt rund 20 Kilometer südlich der heutigen modernen Stadt. Auch dieser neuere Teil hat schon eine etwa dreihundertjährige Geschichte aufzuweisen. Die Bedeutung des Namens „Dschidda“ ist „Küste an der See“. Vielfach findet man für die Stadt auch die Schreibweise „Dschiddah“, in englischsprachigen Texten häufig auch „Jeddah“ oder „Jiddah“.

1925 wurde Dschidda von Ibn Saud erobert. Die Entdeckung des Erdöls gab der Stadt einen starken Wachstumsimpuls; besonders der Seehafen gewann dadurch erheblich an Bedeutung.

Das Panorama der Stadt zeigt eine Vielfalt zeitgemäßer Architektur. Besonders fällt der moderne Fernsehturm ins Auge, der 2007 fertiggestellt wurde. Er ist mit 250 Metern Länge nicht nur der Größte des Landes, in ihm ist es auch gelungen, den traditionellen islamischen Baustil mit fortschrittlichstem Ingenieurwesen zu synchronisieren. Trotz der imposanten Höhe, erinnert die Stahlbetonkonstruktion optisch ein wenig an die Türme von Moscheen.

Ein weiteres architektonisches Highlight ist das Dach des Haj Terminals. Es bedeckt eine Fläche von über 40 Hektar und gilt damit als weltweit größte Dachkonstruktion. Einen weiteren Weltrekord hat Dschidda mit der King Fahd’s Fountain zu bieten. Ihr Wasser schießt 312 Meter hoch. Damit ist sie die höchste Wasserfontäne der Welt.

Dschidda ist weltoffen. Ein Beweis sind zahllose Städtepartnerschaften, mit denen die Stadt rund um die Welt vernetzt ist. Zu den Partnerstädten gehören unter anderem St. Petersburg, Rio de Janeiro, Straßburg, Jakarta oder Casablanca. Ebenso wie in Riad, gibt es auch in Dschidda eine deutsche Schule.

Innerhalb der arabischen Welt gilt Dschidda als bedeutender Ort mit fest verwurzelter Tradition. Das zeigt sich auch darin, dass die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) hier ihren Hauptsitz hat.

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