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Die Arabische Liga

Die Arabische Liga ist eine Organisation arabischer Staaten. Zum arabischen Kulturkreis zählen sich nicht nur die Länder auf der arabischen Halbinsel, sondern auch sämtliche nordafrikanischen Staaten. So kommt es zu der hohen Mitgliederzahl von 21 asiatischen und afrikanischen Nationen. Hinzu kommen noch die palästinensischen Autonomiegebiete, die keinen nationalen Status haben und innerhalb der Liga durch die PLO vertreten werden.

Zu den Mitgliedern zählen in alphabetischer Reihenfolge: Ägypten, Algerien, Bahrain, Dschibuti, Irak, Jemen, Jordanien, Katar, Komoren, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Mauretanien, Oman, Palästina, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan, Syrien, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate

1945 wurde die Arabische Liga in Kairo gegründet. Saudi-Arabien gehörte bereits zu den sieben Gründungsmitgliedern. Viele weitere Länder sind erst in den Fünfziger-, Sechziger-, und Siebziger Jahren hinzugekommen. Zu den Zielen gehören, analog zu anderen Staatengemeinschaften, die Förderung sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Kooperationen, die Koordination des Verkehrswesens und der Handelsabwicklung, die Schlichtung von internen Streitigkeiten und das geschlossene Auftreten des arabischen Raumes und die Vertretung seiner gemeinsamen Interessen nach außen.

Der Ligarat tritt zu halbjährlichen Konferenzen zusammen, um Empfehlungen zu erarbeiten. In der Regel sind die Staaten durch ihre Außenminister vertreten. Die verabschiedeten Empfehlungen des Rates sind nur für die zustimmenden Mitglieder verbindlich. Die nationalen Regierungschefs bzw. Parlamente behalten das letzte Wort. Bei aktuellem Bedarf können jederzeit Gipfeltreffen einberufen werden.

Oberste Instanz der Arabischen Liga ist das Generalsekretariat, an seiner Spitze steht der Generalsekretär. Der Sitz der Organisation ist in Kairo, Ägypten. Die gemeinsame Amtssprache aller Mitglieder ist Arabisch. Einige Mitgliedsstaaten halten für die Zukunft ein noch engeres Bündnis für wünschenswert, über das unter der Bezeichnung „Arabische Union“ bereits diskutiert wird.

Mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt aller Mitgliedsländer gehört Saudi-Arabien zu den anerkanntesten und einflußreichsten Staaten innerhalb der Arabischen Liga. Saudi-Arabien ist darüber hinaus Mitglied mehrerer weiterer bedeutender internationaler Organisationen:

  • der Vereinten Nationen (UNO) und einiger seiner Sondergremien,
  • der Welthandelsorganisation (WTO),
  • der Organisation Erdöl Exportierender Staaten (OPEC),
  • der Organisation der Arabischen Erdöl Exportierenden Länder (OAPEC),
  • der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC),
  • der Muslimischen Weltliga (MWL),
  • sowie des Golf-Kooperationsrates (GKR)

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