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Das Rote Meer – Die Westküste Saudi-Arabiens

Das Rote Meer ist vielen Urlaubern durch Reisen in die Badeorte an der ägyptischen Ostküste bestens vertraut. Wenngleich Tourismus an der Westküste Saudi-Arabiens keine so herausragende Rolle spielt wie in Ägypten, so liegen doch einige der vegetationsreichsten Gebiete des Landes im Küstenbereich des Roten Meeres. Außerdem etliche bedeutende Seehäfen, darunter Duba, Janbu al-Bahr, Dschidda und Dschisan.

Das Rote Meer trennt Afrika von der Arabischen Halbinsel. Es zweigt im Süden vom Indischen Ozean ab und erreicht bis zum Nordende eine Länge von etwa 2.250 Kilometern. Dabei ist es verhältnismäßig schmal, die breiteste Stelle erreicht 360 Kilometer. Das Rote Meer ist an einigen Stellen bis zu 2.600 Meter tief. Im Zuge der permanenten Kontinentalverschiebung öffnet sich nämlich die Naht zwischen Afrika und der Arabischen Halbinsel allmählich immer weiter. Am Boden des Roten Meeres schließt aufquellendes Magma den sich öffnenden Spreizungsspalt. Im Laufe von Jahrmillionen wird so das Rote Meer langsam breiter.

Das Rote Meer ist eine für die Handelsmarine sehr bedeutende Wasserstraße, führt es doch im Norden über den Golf von Suez zum Suezkanal, der die Durchfahrt ins Mittelmeer ermöglicht. Das spart den Frachtern langwierige Umwege rund um das Kap der Guten Hoffnung, wenn sie auf dem Weg nach Europa sind. Die Fahrt um Afrika herum würde viele zusätzliche Tage auf See bedeuten und Zeit ist in der Seefracht-Logistik bares Geld.

Neben dem Golf von Suez, der im Norden des Roten Meeres nach Nordwesten abzweigt, führt der Golf von Aqaba nach Nordosten. Die Meerenge „Bab al-Mandab“ im Süden des Roten Meeres führt in den Golf von Aden und stellt damit die Verbindung zum Indischen Ozean her. „Bab al-Mandab“ bedeutet übersetzt „Tor der Tränen“. Hier verengt sich das Meer bis auf 29 Kilometer und wird mit 130 Metern Wassertiefe recht flach.

Diese Reiseroute ist in den letzten Jahren durch Piratenüberfälle ins Gerede gekommen, die sich vor allem vor den Küsten Somalias gehäuft haben. Bedroht sind davon die Handelsschiffe, die den Golf von Aden ansteuern oder aus dem Roten Meer kommend weiterfahren.

Der Salzgehalt des Roten Meeres liegt mit 4,2 Prozent recht hoch. Dadurch und auch weil nahezu keine Flußdeltas einmünden, gibt es wenig Plankton und Schwebstoffe im Wasser. Wegen der klaren Sicht ist das Rote Meer ein besonders beliebtes Tauchrevier. Außerdem zeigt die Unterwasserwelt eine reiche Artenvielfalt besonders schöner Korallen, vorwiegend als Saumriffe nahe der Küsten. Etliche Wracks von geschichtlicher Bedeutung machen das Tauchen zudem spannend. Die besonderen ökologischen Verhältnisse haben dafür gesorgt, dass hier etliche Arten heimisch sind, die es woanders nicht gibt. Viele Zugvögel nutzen die Küsten des Roten Meeres als Rastplätze während ihrer Wanderungen.

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